Affenliebe
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Eines Tages habe ich sie dann gefragt, was die Affen da eigentlich immer trieben. Meine Mutter ist ganz rot geworden und hat nur gesagt, daß denen wohl das Fell juckt. Ich fand es merkwürdig, das denen das Fell immer nur an dieser einen Stelle juckte. Später wußte ich natürlich, was die Affen da getan hatten. Meine Affenliebe habe ich noch etwas später bei einer Faschingsparty unter dem Motto der "Rosarote Panther" entdeckt. Da waren natürlich jede Menge Kerle als Gorilla verkleidet und irgendwann, als ich schon leicht einen im Tee hatte, mußte ich mir vorstellen, wie das wäre, wenn denen jetzt allen das Fell jucken würde. Ich habe vor meinem Wein am Tisch gesessen und bei jedem vorbeikommenden Affen laut loslachen müssen. Dabei habe ich erst gar nicht gemerkt, was ich da selber unterm Tisch tat, weil mir wohl auch bald das Fell juckte. Erst als Horst, mein jetziger Mann, mich irgendwann leise fragte, was ich denn da unten eigentlich die ganze Zeit über triebe wurde mir klar, daß ich bereits dreimal gekommen war.
Natürlich würde ich es nie mit einem richtigen Affen treiben, aber meinen Mann in seinem Affenkostüm zu sehen turnt mich schon mächtig an. Ich glaube, daß er deshalb auch bereit ist seine Freizeit in diesem Gorilla-Dreß zu verbringen, einfach, weil ich es bin, die dann zum echten Tier wird. Wer einmal so ein Tier geritten hat, weiß was ich meine. In unserem Schlafzimmer hängt sogar ein Bild von Bradley Sears mit dem Titel Blow the Apes Mind. Ein Symbol unserer Affenliebe.
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