Das Reservoir bildet die Strumpfhose

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Das Reservoir


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Diesen Beitrag als Podcast hörenWenn ich eines hasse, sind das öffentliche Toiletten in Gaststätten. Ich halte zwar immer ausreichenden Abstand zur Klobrille, aber dennoch fühle ich mich auf diesen Toiletten extrem unwohl. Leider gehe ich auch sehr gerne aus und trinke lieber Bier als einen Sekt auf Eis, was die Situation meiner Blase nicht gerade entspannt. Eines Tages war ich dieses Hocken über der Schüssel, wie die Hühner auf der Stange, leid. Ich ließ einfach meine Strumpfhose hochgezogen, setzte mich und ließ den Dingen ihren Lauf.

 

Ein nasser Fleck im RockDas ging verblüffend gut. Natürlich wurde die Strumpfhose auf dem Klo ein wenig feucht und blieb es auch. Aber das störte mich erstmal nicht. Ich blieb den ganzen Abend über bei diese Technik und fühlte mich echt gut dabei.

 Ausgerechnet an diesem Abend jedoch tätschelte mein jetziger Mann Frank, das erste mal ganz beiläufig meinen Hintern, während er um den Tisch herum ging. Inzwischen war die Feuchtigkeit aus der Strumpfhose wohl in den Tweed-Rock, den ich an diesem Abend trug, gewandert. Frank betrachtete verwunderte seine nasse Handfläche. Ich grinste verlegen und er schien sich einer sehr viel erotischeren Überlegung hinzugeben, warum seine Hand, nach der Berührung meines Hinterns, dermaßen feucht war. Ich ließ ihm natürlich seinen Glauben und klärte ihn erst einige Monate später auf, nachdem wir uns schon mit dem Gedanken trugen zu heiraten.

Unter dem Rock befindet sich ein ReservoirNatürlich trage ich seit jenem Tag in Kneipen keine Stoffröcke mehr, sondern nur noch welche aus Leder, denn ich hatte nicht vor jemals wieder das Klo-Huhn zu machen.

Meine Einstellung zu Toiletten und Strumpfhosen änderte sich erst wieder im Dezember 1993. Es war Sylvester und kurz vor 12, als ich in der Schlange vor dem Hühnerkäfig im Keller der Kneipe, auf Franks Ex-Freundin, einer Friseuse aus Ennepetal, traf. Alle mußten vor dem großen Feuerwerk noch schnell mal Pipi. Tja und ihr neuer Freund führte ein Porzellan-Geschäft in Hannover und der war ja so erfolgreich ... Meine Blase drückte und ... Herr Gott, ich hätte dieser dummen Ziege liebend gern ans Bein ... In diesem Moment ergoß sich meine Wut durch die Strumpfhose bis hinab in die Schuhe. Ich konnte es erst gar nicht fassen, was ich da tat und noch weniger, wie sehr mich das befriedigte. Es war schrecklich, ich wußte nicht ob es äußerlich oder innerlich feuchter war.

Wareschlange vor dem KloDie Ziege jedenfalls schien nichts bemerkt zu haben und fragte mich, ob wir zusammen rein gingen, weil gerade zwei Kabinen frei wurden. Ich sagte nur, daß ich es nicht eilig hätte und ließ eine ziemlich verkniffen dreinschauende Endvierzigerin im hellen Hosenanzug vor.

Seit diesem Tag änderte sich mein Verhalten in Kneipen völlig. Ich trug nur noch lange, weite Lederröcke und hohe weite Stiefel, die fortan als Reservoir für meine Notdurft dienten. Damit alles auch dort ankam, wo es hin sollte, zog ich eine knapp sitzende, langbeinige Miederhose über die Strumpfhose. So konnte man den Strahl einigermaßen kontrollieren und leiten. Damit waren meine Tage im Hühnerkäfig endgültig vorbei.

Es machte mir sogar reichlich Spaß, dort am Tisch zu stehen, ein Bier zu trinken und zu wissen, daß keiner Anwesenden merkte, wohin dieses Bier in Kürze verschwinden würde. Na ja, keiner ist natürlich übertrieben. Frank wußte schon, warum ich nie wieder in Kneipen aufs Klo ging. Höchstens einmal, um meinen Stiefel auszuleeren. Oftmals grinste Frank mich mitten in einer Trinkrunde neckisch an, wahrscheinlich konnte er an meinem Gesicht ablesen, daß ich gerade meinen Stiefel füllte.

Das Reservoir online hörenDas einzige Problem an der Sache, war, daß man leicht Fußpilz bekommt, wenn man öfter als dreimal die Woche ausging. Aber, das kriege ich wohl irgendwann in den Griff. Bis dahin muß Frank sich halt ein paar mal die Woche mit einem Dosenbier begnügen. Man kann schließlich nicht jeden Tag in die Kneipe, um einen Stiefel zu trinken.

 

Elke (31, aus Cuxhafen)

 

Was Rhonda rät: Frauen die gerne reiten Rhonda rät: Liebe Elke, man kann sich natürlich auch einen Katheder legen oder eine Ente mitnehmen. So wie es alle anderen auch machen.

 

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