Wolfgangs geheimes Tagebuch

Wolfgangs Tagebuch:


wie gewonnen, so zerronnen


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Wie gewonnen, so ...


 

Die Sekretärin von Frau SolmsHoiskötter hatte Wort gehalten. Nachdem ich mich in Sachen Sexmagazine schuldig bekannt hatte, hob Hoiskötter meinen Außendienst auf und ich konnte endlich wieder in mein Büro zurückkehren. Allerdings hatte ich noch ein unangenehmes Gespräch mit Frau Solms vor mir.

Frau Solms ließ mich zappeln und während ich fast eine Stunde auf meine Hinrichtung wartete, zeigte mir die Sekretärin von Frau Solms, wo die Grenzen ihres Schlüpfers verliefen. Miss Klick hatte nichts gegen Männer, wie sie sagte, aber sie mochte keine Schwächlinge, also Männer, die es nicht schafften ihr die selbsthaltenden Nylons einzig mit Kraft ihrer Zunge abzurollen. Keine leichte Aufgabe, aber so verging wenigstens die Wartezeit wie im Fluge.

Frau Solms war dann zu allem Überfluß noch nicht einmal da, sondern die stellvertretende Frauenbeauftragte Frau Stone nahm mich in Empfang. Nicht, daß Daphne Stone für ihre mildtätige Art bekannt gewesen wäre, oder daß sie in der Vorliebe für besonders drastische Disziplinarmaßnahmen Frau Solms irgendwie nach stand.

 

Im Gegenteil. Nachdem mich Frau Stone eine gute Stunde in die Mangel ihrer Schenkel genommen hatte, erklärte sie, daß ich zur Strafe für das Unterschieben der Sexmagazine bei Hoiskötter ein halbes Jahr Außendienst zu erwarten hätte.

Zusätzlich wurde mir auferlegt an einem Erziehungs- oder besser Umerziehungskurs teilzunehmen, mit dem schönen Titel: “Wie behandele ich Frauen mit Respekt und woher weiß ich wo mein Platz ist.”

Na toll. Danke Hoiskötter. Und wieder in den Außendienst. Den Erziehungskurs brachte ich gleich am Nachmittag hinter mich. Nichts, was ich nicht schon von Miss Harriots School of good Behaviour kannte. Ein bißchen Paddle me, paddle you und wo mein Platz auf dieser Welt ist hat Mutti mir schon am Abend meines 6. Geburtstags gezeigt. Gut, neu war mir, daß es auch Frauen gab, die hinter ihren Männern standen und sie trotzdem herum schubsten. Aber das nahm ich erst mal nur zähneknirschend zur Kenntnis.

Dennoch war ich ganz froh, als ich bei der Abschlußprüfung, einer x-beliebigen Hausfrau von der Straße, die offenbar dachte, sie würde an einer ernstgemeinten Meinungsumfrage über irgendwelche Haushaltsprodukte teilnehmen, übergeben wurde, die meine Dressur auf die grundlegenden Faktoren und Fähigkeiten der Befriedigung weiblicher Bedürfnisse hin untersuchte.

Auch wenn ich wenigstens den Teil mit der Hausfrau, die zu meinem großen Glück auch gut bewaschen war, schon beinahe genoß, so war ich doch reichlich sauer auf Hoiskötter, der hier an meiner Stelle hätte hocken sollen und der mich so dermaßen in die Falle hat laufen lassen. Und morgen geht’s gleich wieder in den Außendienst.

 

Black Chamber - Daphne Stone



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