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Der Kampf ums Weib ... von Franz von Stuck

 

Im Kampf ums Weib zeigt sich die wahre Natur des Mannes. Er wird zum Tier. Das Weibchen hingegen zeigt sich bereits, von degenerierter weißlicher Farbe gezeichnet, als reine Schaulustige. Doch wer glaubt der Kampf ums Weib sei damit entschieden, daß man den Konkurrenten aus dem Fell schlägt, hat sich geirrt. Das Weibchen ist nicht einfach das Preisgeld für den Sieger. Nachdem sich der Kandidat mühsam durchgeboxt hat weist das Weibchen den Bewerber in der Regel immer noch ab.

Abweisung nach dem Kampf um WeibBevor der Mann dem Weib endlich als das auserwählte Nutztier dienen darf, muß er gewöhnlich noch den Blutzoll zahlen. Er muß nicht bereit sein, sein eigenes Blut zum Zwecke der Vermehrung herzugeben, sondern sich auch, das gewöhnlich in einer Schale dargereichte Blut, seines zukünftigen Weibes einzuverleiben.

 

Der BlutzollZum Zeichen, daß das Weib von da an in festen Händen ist, legt sie gewöhnlich ihre roten Haare ab, heutzutage häufig durch blondes Haar ersetzt. Sie wird dann gewöhnlich brünette, im Endstadium weißhaarig. Erst wenn das Weib ganz sicher ist, daß der Mann in der Lage ist jede Gefahr von ihr fernzuhalten, ist sie in Regel bereit den Ritt auf ihm zu wagen.

Wer das Tier reitet - Andere Gemälde - Die Hasenjagd


 

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Der Kampf ums Weib - Ein Gemälde von Franz von Stuck