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Die Bräuteschule 1958 (Folgen 1 bis 3) Folge (1)
Folge (2)In dieser Folge geht es um die ersten Erfahrungen in der Küche. Und zwar mit verbrannten Kohlrouladen, sowie der Erkenntnis, daß Bohnern richtige Frauenarbeit ist und den Tanzkurs, der die Mädels nicht nur für das unmerkliche Führen eines Gatten ausbilden soll, sondern auch ruhig ein wenig Spaß machen darf.
Leider haben sich die Damen an ihre Pflichten wohl noch nicht so recht gewöhnt, sonst wüßten sie bereits wie man mit sogenannten Kameradinnen-Schweinen, Verzeihung Säuen, umzugehen hat. Die ganze Gruppe hingegen zeigt deutliche Tendenzen sich gegen ihre vorbildlich, stramme Direktorin Frau Dittrich zur Wehr zu setzen und beginnt vorsichtig ihre adrette Ortsgruppenleiterin Frau Limbrock zu verspotten und zu verhöhnen. Derart unzüchtiges Verhalten kann nicht durch stundenlanges Bohnern allein ausgetrieben werden. Wenn die Führungsriege inklusive Frau Hack so weiter macht, tanzen ihnen die Jungfrauen bald auf dem Kopf herum. Sofern die Mädels ihre Mieder richtig angelegt haben spricht doch wohl nicht für eine heitere Züchtigungsstunde im Klassenzimmer. Statt dessen wird auch noch, unter dem Vorwand einer Tanzstunde, jungen Herren der Zutritt gestattet. Lieber sollten sich die Mädchen gegenseitig ihre frechen Mundwerke mit Seife auswaschen. Eben so wie es damals auch üblich war.
Folge (3)Der Zusammenbruch: Ja, in dieser Folge weinen die jungen Mädels, weil der Alltag der Frau doch gar zu hart ist. Und Mutti Direktorin tröstet ihr Töchterlein, das sich prompt zum Rädelsführer gemausert hat. Das Highlight dieser Folge ist aber keineswegs, daß verzweifelte Jungfrauen den Tränen nahe sind, weil sie immer noch nicht effizient mit dem Wischmop umgehen können, sondern die Tatsache, daß zumindest die gute Sandrine, so langsam anfängt zu verstehen, worum es in der Bräuteschule eigentlich geht. Auf die Frage der Direktorin, was sie denn bislang hier gelernt habe, antwortet das Mädel stolz: "Ich habe mir einen einen Straps selbst angenäht." Also erste Lektion! Ist der Hüfthalter defekt, klappt's auch mit dem Nachbarn nicht. Sandrine beweist glasklar mit eleganter, fast schon geübter Handbewegung, daß auch heutige Frauen, die Bedeutung des Hüfthalters für das Überleben ihrer Gattung innerhalb weniger Grundlektionen begreifen können. Nunmehr kann sie den Hüfthalter nicht nur korrekt anlegen, sondern im Notfall auch in seiner Funktion aufrechterhalten, wenn anderen Mädchen immer noch die Strümpfe in Kringeln auf die Knöchel rutschen. |
Es muß nicht immer Kaviar sein
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Der Fernsehtip - Dokumentationen - Die Bräuteschule 1958 - Folgen 1-3