Die Matrone

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Der Begriff Matrone stammt aus dem lateinischen, abgeleitet von Matrona, was soviel heißen soll wie Gebieterin, Frau von Stand und Mutter. Allerdings taucht eine ähnliche Formulierung auch im Hebräischen auf als Mater Monia, was soviel bedeutet, wie einzigartige oder einsame Mutter.

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In einigen Ländern wird die Matrone als Gottheit verehrt. Dies schlägt sich in den nordischen Sagen zum Beispiel in der Verehrung der Walküren nieder. Dass wir die Matrone heute gern als füllige, ältere Frau mit starkem Geltungsdrang verstehen, hängt mit der Männerknappheit nach dem zweiten Weltkrieg zusammen. Als Matronen wurden in dieser Zeit gerne Frauen bezeichnet, die es trotz Hungersnot schafften beständig zuzunehmen und die sich selbst vom Krieg nicht ihre Männer wegnehmen ließen.

In der Regel übernehmen Matronen eher schwächliche Männer, zumeist direkt aus erster Hand von der Mutter. Die Matrone liebt es im Gegensatz zu den meisten anderen Frauen, ihren Mann fortwährend in Öffentlichkeit bloßzustellen, um zu zeigen wer in ihrem Haushalt das sagen hat.

Im Jahr 1952 versuchten einige Frauen in Bad Honnef den Kult der Matronen-Verehrung wieder aufleben zu lassen. Sie gründeten eine eigene Glaubensgemeinschaft, die zur allgemeinen Kirche und später zum Staatsglauben erhoben werden sollte. Anstelle eines Kruzifixes trugen diese Frauen ein schlichtes Kreuz ohne den Erlöser um den Hals in dessen kurzen Ecken die drei Buchstaben M.O.P. eingestanzt waren. M.O.P. stand in diesem Fall für:

Mater Omnia Potentia. Also die allmächtige Mutter.

Da dieser Anhänger zumeist zwischen zwei mächtigen Brüsten hing, da die gemeine Matrone ja gerne gut genährt war, verbanden die meisten der darauf starrenden Männer das MOP irgendwann mit diesen Bollwerken der weiblichen Übermacht. So hieß es noch zu Beginn der sechziger Jahre: Diese Frau gehört zu den Mops, später hieß es dann nur noch: Das sind Möpse. Ein Begriff der sich bis heute als Bezeichnung für die weibliche Brust gehalten hat. Gemeint sind aber immer noch die Matronen, die seit dem Aufkommen der Emanzipation als Urahnen weiblicher Machtentfaltung ein wenig in Vergessenheit geraten sind.

 

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