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Entgegen einer weit verbreiteten Meinung, heißt der
Hüfthalter nicht
Hüfthalter, weil er die Hüfte hält und formt, sondern, weil er
auf der Hüfte hält. Dazu muß man natürlich unbedingt
auch eine Hüfte haben. Je mehr Hüfte, desto mehr Halt. Ein Hüfthalter
ist schließlich eine Art Anker für die Strümpfe.
Der Hüfthalter ist eine Entwicklung aus Zeiten, in denen die
„normale“ Frau auf Straße eher selten Unterwäsche trug. Dies galt
nur in den besseren Kreisen als notwendig. Nachdem das Korsett zu
Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts aus der Mode kam, wurde es mehr
und mehr durch den Hüfthalter ersetzt. Daher ist der Hüfthalter
im Schritt offen und verbindet so die Funktion einer Art stützenden
Unterrockes mit der Möglichkeit Strümpfe daran zu befestigen.
Aus diesem Grund wird der Hüfthalter auch wie ein Rock getragen.
Er sollte von 2 Fingerbreit oberhalb der der Hüfte, so daß das obere
Gummibündchen auf dem Beckenknochen Halt findet, bis eine Handbreit
unterhalb des Schambeins getragen werden. Der vordere Strumpfhalter
sollte einige Zentimeter weit Richtung Schenkelinnenseite befestigt
werden, damit der hintere
Strumpfhalter nicht
zu weit Richtung Po-Mitte gerät.

Wenn die Strumpfhalter genau mittig getragen werden, entsteht
im Sitzen eine solche Spannung auf dem
Clip, daß der Strumpfhalter
entweder tief in die Hinterbacken einschneidet oder der Clip abrutscht
oder abreißt.
Wenn die Strumpfhalter jedoch ein wenig versetzt getragen werden,
rutscht der Clip beim Hinsetzen ein wenig zur Seite und bleibt dort,
wo er hingehört, nämlich am Strumpfrand. Einige schöne Bilder zur
Illustration können Sie in der
Bräuteschule sehen.
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