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Immer
mehr Hüfthalter verschwinden aus den Spinden. In österreichischen
Krankenhäusern treibt eine neue Diebesbande ihr Unwesen. Anfangs
waren die meisten Klinikmitarbeiter überzeugt, daß es sich um einen
bizarren Einzeltäter handelt. Doch bei dem derzeit bekannten Volumen
in dem aus den Spinden in Krankenhäuser
Miederwaren verschwinden, entpuppte sich dieser Verdacht als
unhaltbar. Überall in Österreich verschwanden
Hüfthalter,
BH und
Korseletts aus den Krankenzimmern. Vorzugsweise sind ältere
Frauen Opfer der dreisten Diebe. Immer öfter finden sich die wehrlosen
Frauen dabei im Bett gefesselt wieder. Man hat ihnen die letzte
Wäsche förmlich vom Körper geklaut.
Erste
Hinweise auf die Tätergruppe bekamen die Ermittler durch eine Krankenschwester,
die dabei erwischt wurde, wie sie einer schlafenden Patienten versuchte
den Hüfthalter herunterzuziehen. Die Krankenschwester gab an, dies
für ihren Freund getan zu haben, der sie nun mal gerne im Mieder
sähe, es sich aber nicht leisten könnte, die teuren, fast antiken
Hüfthalter im Netz zu bestellen. Daher habe sie das eine oder
andere Stück mitgehen lassen. Die Patientin hat von einer Anzeige
abgesehen, da sie für den jungen Mann und seine Geldknappheit Verständnis
hatte und der Mann versprach, sie jeden Tag zu besuchen. Später
dann soll die Frau sogar bei dem jungen Paar aufgenommen worden
sein.

Da man inzwischen davon ausgehen muß, daß der Großteil der gestohlenen
Miederwaren aus Krankenhäusern im Internet versteigert wird, gibt
das österreichische Gesundheitsamt eine allgemeine Warnung aus.
Waschen Sie ersteigerte Hüfthalter dringend vor dem ersten Tragen.
Es könnten noch gefährliche Krankhauskeime an der Wäsche haften.
Frauen, die sich derzeit im Krankhaus befinden, rät die österreichische
Regierung sich nach Möglichkeit nicht von ihrer Unterwäsche zu trennen.
Wenn möglich lassen Sie
Nylons und Hüfthalter auch während einer Operation an. Die Chirurgen
haben nicht dagegen. "Wichtig ist nur, daß die Stellen, wo wir ran
müssen, gut rasiert sind", sagte der Sprecher der Klinikvereinigung
Nord. "Und stramm sollte die Wäsche natürlich sitzen", fügte er
hinzu, "damit während der OP nichts verrutscht".
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