
(erotic short-story)
Wenn die Zugbegleiterinnen ihren dienstverpflichteten Strapskurs bei der Bahn gemacht haben und im bahneigenen, beigen Hüfthalter zu einem wirklich guten Kundenservice bereit sind, steht dem Pendler mit Sicherheit ein heißer Tag bevor. Mancher von Ihnen wird gerade deshalb zum Dauerfahrgast.
Alles an seinem neuen Job war scheiße. Wirklich alles. Walter verdiente weniger Geld als vorher, die Kollegen waren absolut unfreundlich und er kam sich in der neuen Firma vor wie ein Eindringling. Zu allem Überfluss musste auch noch er eine ganze Stunde früher aufstehen, um mit dem Interregio von Uelzen nach Hannover zu fahren. Ja, sein neuer Job war in Hannover, der grauesten Stadt diesseits und jenseits des Ruhrgebietes. Walter versank schon nach zwei Wochen in tiefe Depressionen. Auch seine Frau begann ihn zu nerven, dauernd wollte sie irgendwelche Liebeszeugungen von ihm, wobei die Forderung ihr doch mal Blumen mitzubringen eindeutig die harmloseste war.
Walter vermutet, dass seine Frau eine kleine Midlife-Krise durchlebte. Letzthin schlug sie allen ernstes vor nach dem Frühstück sozusagen zwischen Tür und Angel noch schnell mal den ehelichen Pflichten nachzukommen. Ganz so, als ob Walter im Moment nicht genug auf dem Zettel hatte.
„Die Fahrkarte bitte“, riss ihn eine rauchige Stimme aus seinen trüben Gedanken.
Mechanisch zückte er seine Monatskarte und reichte sie ohne hinzusehen hinter sich. Pendeln war Zeitverschwendung. Walter schaute aus dem Fenster und sah bereits die hohen Mauern von Celle auftauchen. Eigentlich egal, ob man da drin oder hier drin saß.
„Würden Sie mich bitte einmal anschauen“, forderte die rauchige Stimme freundlich aber doch energisch.
Walter knurrte genervt und sah hoch.
„Sonst hätten Sie Ihren Hinterkopf auf das Foto machen müssen“, erklärte die Frau mit Bundesbahnhütchen fröhlich.
Walter schluckte. Die Frau war umwerfend und passte irgendwie weder zu ihrem Beruf noch zu ihrer Stimme. Ihre Augen leuchteten grünlich und lächelten ihn mit einem jugendlich frechen Schimmer an.
Eigentlich wollte Walter sich beschweren, aber nun quetschte er nur noch eine mechanische Entschuldigung durch den trockenen Hals.
Die Zugbegleiterin gab ihm seine Fahrkarte wieder und ging zur nächsten Sitzreihe. Walter starrte auf ihren schwingenden Hintern und dachte darüber nach, ob das Schwingen durch die Bewegung des Zuges verursacht wurde oder umgekehrt. Ein Blick auf ihre kräftigen, runden Waden in den hautfarbenen Strumpfhosen überzeugte ihn davon, dass diese Frau ganz sicher mit beiden Beinen auf dem Boden stand, daher war es wohl der Waggon, der den Bewegungen ihrer Hüften folgen musste. Sie beugte sich zum nächsten Fahrgast hinunter, um das Ticket zu kontrollieren und Walter sah, wie sich auf ihrem Hintern, der genug Masse hatte, um die Sonne um die Erde kreisen zu lassen, zwei Strumpfhalter sich abzeichnen.
Ein reizvolles Detail, das ihm den Morgen versüßt hätte, wenn sie nicht sofort wieder verschwunden wären, als die Zugbegleiterin sich aufrichtete.
...
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MiedergeschichtenShort-Stories Nr. 3Kurzgeschichten, speziell für den Fan von Miederwäsche aus den 50er Jahren. Außer erotischen Kurzgeschichten, gibt es auch einen Science-fiction, bei dem es um äußerst funktionale Unterwäsche geht, sowie eine Geschichte um einen Damenwäscheträger in Muttis Miederhose. Der Band beinhaltet die Geschichten: Tante Claras Waschsalon, Der Zivi, Die Zugbegleiterin, Muttis Miederhose, One Size fits all!
Alternative: Gedrucktes Buch |
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Die Zugbegleiterin - Erotic Short-Story