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Zwei ungleiche
Brüder beschließen, einen Juwelier auszuräumen, kommen aber
irgendwie zu spät.
Schweigend saß Hermann seinem Bruder gegenüber. Hermann verstand
nicht, wie sein Bruder so ganz anders sein konnte als er. Ihre
Mutter hatte ihr Leben lang versucht, sie zu anständigen Menschen
zu erziehen. Als Hermann damals zur Polizei-Schule ging war
sie stolz auf ihn. Und Klaus? Klaus lebte von Gelegenheitsjobs,
war ewig in Geldnot und weigerte sich beharrlich, eine Ausbildung
zu machen. Und als er später seine Wohnung verlor, weil er die
Miete zu unregelmäßig zahlte, war klar, daß Hermann ihn bei
sich aufnahm. Keine Frage. Aber es war eng geworden in der Wohnung.
Seine eigene Frau und seine zwei Kinder und nun auch noch Klaus
mit seiner Frau. Die vier Zimmer boten einfach nicht genug Platz.
Schon gar nicht, wo Klaus jetzt Vater wurde. Seit Wochen bemühte
sich Hermann um eine größere Wohnung. Sein Gehalt als Streifenpolizist
reichte hinten und vorne nicht, um eine siebenköpfige Familie
zu ernähren.
Das hatte er auch Klaus gesagt. Er hatte gespürt, wie sehr
Klaus sich geschämt hatte, und es tat ihm in der Seele weh,
den eigenen Bruder so zu sehen. Trotz allem weigerte sich Klaus,
eine Ausbildung zu machen oder sich einen festen Job zu suchen. Dann hatte Hermann seinen Ohren nicht getraut, als Klaus ihm
vor ein paar Tagen erzählte, daß er einen Juwelier ausrauben
wollte...
weiter...


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