Bist du nicht der Weihnachtsmann?
Was faßt du meine Geschenke an? Ach, die hast du schon im Sack?
Na dann paß mal auf: Mein Papa ist nämlich ziemlich auf Zack.
„Aber Schatz, sei doch nicht so traurig“,
versuchte Walther seine kleine Tochter Vera zu beruhigen.
„Papa ist nun mal Polizist und die müssen
auch über Weihnachten aufpassen, daß nichts passiert.“
„Und wenn der Weihnachtsmann dann gar
nicht kommt, wenn nicht alle zu Hause sind?“ wollte Vera mit
Tränen in den Augen wissen.
„Der kommt ganz bestimmt. Der Weihnachtsmann
weiß doch, daß Papa arbeiten muß. Einer muß nun mal dafür sorgen,
daß der Weihnachtsmann freie Fahrt hat und die Geschenke verteilen
kann!“ behauptete Walther sehr ernst.
Doch sein kleiner Rotschopf wollte das
nicht so recht glauben. Sie zog sich schmollend zurück.
„Wir müssen dringend etwas tun, Melanie!“
„Hier sieh mal. Eine Weihnachtsmannagentur.
Da liefert man seine Geschenke hin und ein Student kommt dann
Heiligabend mit einem Sack und allem drum und dran vorbei.“
Melanie hielt ihrem Mann ein Flugblatt
hin, das sie im Briefkasten gefunden hatte.
„Klingt gut“, sagte Walther. „Laß uns
das ruhig machen.“
weiter...

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