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Diese dumme Maske - Kurzkrimi

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Diese dumme Maske - ein Kurzkrimi speziell für Freunde des Strumpfhalters

 

Diese dumme Maske!

(Kurzkrimi)

 

 

Kurzkrimi mit Bankräuber als Podcast hören

Auch der beste Plan kann an Details scheitern. Das tut er sogar meistens, vor allem dann, wenn man schon zu dusselig ist sich ein paar einfache Strümpfe zu kaufen, um dann damit eine Bank zu überfallen. Noch schlimmer ist eigentlich nur, wenn man dann auch noch derart an den Damenstrümpfen hängt, daß man sich nicht von ihnen trennen kann.

 

Nur gut, dass gleich gegenüber der kleinen Sparkassenfiliale ein Kaufhaus war. Norbert musste noch etwas besorgen. Irritiert stand er vor dem Regal mit den Nylonstrümpfen. Unüberschaubar war die Fülle der Farbtöne, unverständlich die Größenangaben. Doch was machte er sich großartig Gedanken? Er griff nach einem Paket mit einem dunkelbeigen Ton. Eins, zwei oder drei. Drei war wohl die größte Größe. Damit konnte er nichts falsch machen. Dann entdeckte er den kleinen Aufkleber ›halterlos‹. Er betastete die Packung. Richtig, das waren die mit dem Gummistreifen oben am Rand.

Nein, die wollte er nicht, die würde er wohl auch nicht über den Kopf kriegen, oder sie würden ihm die Luft abschnüren. Wer weiß? Und das alles, weil seine Frau nur Strumpfhosen trug. Er hatte es gestern schon ausprobiert, mit einer Strumpfhose, aber die langen Beinenden beiderseits am Kopf sahen einfach zu lächerlich aus, wie ein Osterhase auf der Flucht. Außerdem irritierten sie ihn, wenn er den Kopf hin und her wendete. Schlechte Zeiten für Bankräuber, wenn es mal nur noch Strumpfhosen geben würde. Aus dem Regal neben ihm ergriff er eine andere Packung, wieder Größe drei, ähnlicher Farbton, aber nicht halterlos, darauf hatte er jetzt geachtet.

"Dafür brauchen Sie aber einen Strumpfhalter, quäkte die Kassiererin als er bezahlte. "Damit wissen Sie Bescheid, ja?"

Nein, Norbert brauchte keinen Strumpfhalter dafür, aber das musste er der Kassiererin nicht auf die Nase binden. Überhaupt brauchte er eigentlich nur einen Strumpf, vielleicht sollte er mal darüber mit ihr diskutieren. Von wegen halber Preis in schlechten Zeiten wie dieser und so.

„Sonst nehmen Sie lieber die, wo ›halterlos‹ draufsteht, falls Ihre Frau keine …“

„… danke, könnte ich jetzt bitte dieses Paar Strümpfe kaufen“, würgte Norbert die deplatzierte Hilfsbereitschaft der Kassiererin ab.

„Ich meine es ja nur …“

„… nochmals danke“, erwidert Norbert barsch, nahm sein Wechselgeld und verließ das Kaufhaus auf dem schnellsten Weg. Es war das erste Mal, dass Norbert eine Bank überfallen wollte, bislang hatte er sich mit kleineren Einbrüchen über Wasser gehalten. Aber der Preisverfall hatte auch vor den Hehlern nicht Halt gemacht.

Norbert kam gerade noch rechtzeitig, bevor die Filiale schloss. Kurz bevor er den Schalterraum betrat, streifte er sich mühsam den neu erworbenen Strumpf über. Den anderen hatte er nach der Anprobe im Park neben der Sparkasse mitsamt Verpackung in die Mülltonne geworfen. Sein Plan war nicht neu, aber er war auch kein Künstler oder Erfinder. Dem ersten Kunden in der Schlange vor der Kasse hielt er seine Walther PPK an den Kopf und brüllte: „Überfall, alle hinlegen!“

...

 

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