Kein wildes Hupen mehr in der Innenstadt?
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Contrahupen ja — Reh, Bock, nein.Zum richtigen Gebrauch der Hupe in der Innenstadt fanden diese Woche Gespräche zwischen dem Bundesverkehrsminister und dem ADAC statt. Daß die Hupe innerhalb geschlossener Ortschaften gar nicht benutzt werden darf versteht sich wohl von selbst. Jedoch in einer Notsituation, in der man einen Verkehrsgegner auf eine Gefahrensituation aufmerksam machen muß, sei das Hupen weiterhin geduldet. Der ADAC wies darauf hin, daß eine solche Notsituation auch gegeben ist, wenn durch ein schneller fahrenden PKW ein Auffahrunfall ohne unnötigen Bremseinsatz, zu unvermeidbar wäre. Damit ist auch klar, daß der Vordermann, der nicht selbst Schuld an dieser Geschwindigkeits-Verschleppung ist, sondern durch ein drittes Fahrzeug am Gas geben gehindert wird, den hinter sich fahrenden Verkehrsteilnehmer durch sogenanntes Contrahupen auf seine eigene Notlage aufmerksam machen darf. Ein weitergehendes Reh und Bockhupen ist jedoch im Wohle der Passanten und Anwohner nicht wünschenswert. Erst wenn die Situation klar ist und der Verursacher des Geschwindigkeitsverlustes eindeutig ausgemacht wurde, darf zum sogenannten Doppelbockhupen übergegangen werden. Dazu müssen jedoch alle Verkehrsteilnehmer gleichzeitig hupen. Das abwechselnde Hupen aller Hinterherfahrenden ist zwar im Grunde effizienter, kann aber zu leicht mit einem Martinshorn verwechselt werden. Der ADAC bestätigte, daß man selber zum dynamischen Wechselhupen neige, weil die Praxis gezeigt habe, wie erfolgreich dieses Verhalten ist. Es sei schon vorgekommen, das genervte Schleicher aus dem Verkehr ausscherten und ihre Blockadehaltung aufgaben. |
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