Otto Schily und die Pogos
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Schily erklärt Geschmacklosigkeiten für verfassungsfeindlichEinen von ARD ausgestrahlten Werbespot zur Bundestagswahl der Anarchistischen-Pogo Partei Deutschland (APPD) fand Otto einfach geschmacklos. Daraufhin verlangte Schily vom Bundeswahlleiter Aufklärung darüber, warum solch eine Partei überhaupt zugelassen wird. Eines muß man dem ersten Überläufer der Grünen, damals ja als geschmacklose Partei unter viel Tamtam in den Bundestag eingezogen, lassen: Wenn schon Antidemokrat dann auch richtig.
Otto Chilli, das Schärfste was unsere Parteienwelt zu bieten hat, will nicht nur wissen, was jeder in diesem Land wann, wo und wie gemacht hat oder tut. Er will nicht nur jeden, ohne Begründung präventiv wegsperren und ausweisen lassen, nein, er möchte am liebsten auch noch ein Deutschland, daß frei von jeder Geschmacksverirrung ist. Das reine und wahre Deutschland, in dem er allein den Maßstab aller Dinge setzt. Wie kann eigentlich ein Anwalt vergessen haben, daß Freiheit keine Frage des Geschmacks ist? Und wenn sich die Pogos ein Dutzend Bierdosen auf dem Kopf zerdrücken und ihre halb nackten Körper öffentlich aneinander reiben, so dürfen sie immer noch Parteien und Vereine bilden. Ich schlage vor, daß Otto Chilli seine zweifelhaften Qualitäten in Zukunft in einem Land zur Verfügung stellt, in dem man andere Meinungen und Ansichten erst gar nicht zuläßt. Es wird sicherlich noch den einen oder anderen Bananen-Diktator auf dieser Welt geben, der Bedarf an fachlich versierten Kettenhunden hat.
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