Vorausschauendes Fahren macht Blinken überflüssig

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Vorausschauendes Fahren macht Blinken überflüssig

Der Verein "Rasende Anwälte im Verkehr" (RAiV) schlägt im eigenen Interesse eine Neuregelung der StvO in Bezug auf die Betätigung des Fahrtrichtungsanzeigers, das sogenannte Blinken, vor.

Blinken, so die Argumentation der Anwälte halte den Fahrzeugführer von anderen für die Verkehrssicherheit weit wichtigeren Aufgabe, wie Lenken, runter schalten, Verkehrsfunk wählen und der Bedienung des Handys ab. Gerade in Zeiten, wo vorausschauendes Fahren für den Verkehrsfluß so unerläßlich ist wie nie zuvor, sollte man auf unnötigen Firlefanz wie Blinken verzichten. Jedes Fuß vom Gas nehmen könnte den Verkehrsinfarkt bedeuten.

 

"Wenn ich weiß, wo ich hinwill, dann muß ich das doch niemandem kund tun", erklärte ein Sprecher des RAiV. "Schließlich haben wir in Deutschland noch so etwas wie einen Datenschutz."

Anders sieht die Sache aus, wenn jemand nicht genau wisse, wo er hinwolle oder beim Rechtsabbiegen nicht schnell genug, ist um an dem Fahrfahrer oder dem Gehbehinderten vorbeizuziehen, zum Beispiel weil er sich mal wieder auf das Blinken konzentriert und somit an Geschwindigkeit eingebüßt hat. Diese Art von verantwortungslosen Fahrern sollen ruhig weiterhin den Fahrtrichtungsanzeiger bedienen.

Diejenigen aber, die so oder so nicht bremsen, sollten auch vom Blinken befreit sein. Es ist nur konsequent, daß wer den Verkehr nicht unnötig aufhält, auch nicht aufgehalten wird, durch Anforderungen an einen Fahrzeugführers, die bestenfalls dazu dienen auch noch der letzten Verkehrsschnecke, klar zu machen was vorgeht.

Unserer Ansicht nach ist Blinken immer mit einem Geschwindigkeitsverlust verbunden. Entweder passiv oder aktiv.  Doch gerade die Geschwindigkeit ist es ja die uns vorwärts bringt. Daher kann Blinken nur im Stand als sinnvolles Verhalten betrachtet werden. Doch dazu bräuchte es in der Regel nur den beidseitigen Blinker, also den Warnblinker.

Wohin jemand fährt, das hingegen sollte jedermanns Privatsache bleiben. Was hat die Oma davon, daß sie weiß, daß ich noch vor ihr in die Straße einbiege? Nichts. Sie wird höchsten übervorsichtig und fällt.

Den Überblick behalten und Gas geben, das ist unsere Devise. Wenn ich keinen Fehler mache, ist es egal, was die anderen tun, denn die sind in diesem Fall bekanntlich immer hinter mir. Fazit: Vorausschauendes und vor allem zügiges Fahren macht Blinken überflüssig.

 

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