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Klotz am Hals
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Klotz am Hals
Sind
die lieben Verwandten erst einmal verschieden und
versteinert können sie immer noch zum nervenden Klotz am
Hals werden. Besser ist es schon sie beizeiten unter die
Erde zu bringen.

Wenn es jetzt tatsächlich in Mode kommt, sich die Asche
von Verstorbenen zu künstlichen Diamanten pressen zu lassen,
können wir damit rechnen, daß in einigen hundert Jahren
schwergewichtige Geschmeide am Hals der einen oder anderen
Frau hängen, in denen die halbe Verwandtschaft der letzten
Generationen blinkert. So weit so gut. Doch was ist, wenn
die ungeliebte Tante Frieda oder die böse Schwiegermutter
unter den ganzen Klunkern ist?
Werden dann von der Erbin des teuren Familienerbstücks,
bestimmte Steine ausgetauscht? Und wenn, wohin mit den ewig
haltbar gemachten, unliebsamen Verwandten? Die Guten ans
Kröpfchen, die schlechten in Töpfchen? Haben wir bald alle
kleine Schatullen worin sich die weniger beliebten,
versteinerten Verwandten befinden? Und darf man Schmuck, der
aus der Asche von Verwandten gepreßt wurde verkaufen? Ist
das dann nicht eine abartige Form von Menschenhandel?
Vielleicht sollten wir generell darauf verzichten uns mit
den Leichnamen von Verwandten zu schmücken, solange nicht
klar ist wie wir diese veredelten Leichenteile wieder los
werden.
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