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Töchterheim 1962 in Bad Honnef
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Dieser
Monat

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Was war da los?
Nach neuesten Erkenntnissen fand meine Zeugung
14 Tage früher statt, als bisher angenommen. Mit fatalen
Konsequenzen für mich. Meine Zeugung erfolgte in einem
Töchterheim in Bad Honnef und das sogar unter Zeugen. Leider
kann sich aber keiner der Zeugen an irgendwas erinnern.
Also, was zum Henker war das los?
Dies ist ein zweiter ungewohnter Artikel in eigener Sache:
Man mag es kaum glauben, aber zu Beginn dieses Jahres hat
sich nach nur 46 Jahren herausgestellt, daß der Mann, den
ich bisher für meinen Vater gehalten habe, es in
Wirklichkeit gar nicht ist. Nein, denn meine Zeugung fand 14
Tage früher in einem Töchterheim in Bad Honnef statt. Da
meine Mutter sich vehement weigert mir angemessene Auskünfte
zu erteilen, die mich in die Lage versetzen könnten meinen
wahren Vater ausfindig zu machen, nutze ich diesen Artikel
hier, um mit etwas Glück jemanden zu finden, der mir
diesbezüglich Informationen geben kann. Doch nun zu dem, was
ich bereits weiß:
Meine
Mutter heißt Rita Maria Pracht. Genannt
Marie oder Rita-Marie. Das ist ziemlich sicher. Mir liegt
ein Ausbildungsvertrag vor, aus dem sich herleiten läßt, daß
sie 1962, die Modeschule Marga
Gross in Bad Honnef besucht hat
und im zum Institut gehörenden Töchterwohnheim in einem
Dreibettzimmer untergebracht war. Es müßten also noch zwei
weitere junge Damen mit ihr zusammengewohnt haben, von denen
sich vielleicht die eine oder andere an etwas aus dieser
Zeit erinnern kann. Meine Mutter gibt jedenfalls vor sich an
keine ihrer Mitschülerinnen zu erinnern.
Dank
meiner Tante Monika (ehemals Pracht),
die sich aber an Einzelheiten auch nicht mehr erinnern
können will, weiß ich, daß sie meine Mutter zum fraglichen
Zeitpunkt April/Mai 1962 übers Wochenende
im Töchterheim in Bad Honnef besucht hat. Sie hat weiterhin
ausgesagt, daß sie bei dieser Gelegenheit mit ihrer
Schwester Rita Pracht ausgegangen seien, zwei Männer
kennengelernt haben und diese dann mit auf das Zimmer ins
Töchterwohnheim Bad Honnef genommen haben, wo es vielleicht
zum Austausch von Intimitäten gekommen sein könnte.
Diese Männer sind über Nacht geblieben und erst am darauf
folgenden Morgen wieder gegangen. Was man die ganze Zeit
über gemacht habe und, ob man überhaupt mit einander
gesprochen habe, daran können sich beide Frauen nicht mehr
erinnern. Ich habe von den beiden inzwischen öfter "Daran kann ich mich leider nicht mehr erinnern",
gehört, als der Vorsitzende in der "Iran-Contra"-Affäre in
seiner gesamten Amtszeit.
Ich lasse mir ja gerne mal einen Behrens aufbinden, aber
zwei Frauen, die nicht mal mehr genau erinnern, ob sie 1962
überhaupt schon auf der Welt waren oder nicht, das ist ein
bißchen dick aufgetragen, zumal ich anscheinend über diesen
Zeitraum inzwischen mehr weiß, als diese beiden frommen,
katholischen Mädchen zusammen.
Da es nicht zu erwarten steht, daß meine Mutter entgegen
ihrer eigenen Interessen weitere Auskünfte erteilt, bitte
ich auf diesem Wege, jeden, der mir etwas zu dem Töchterheim
der Modeschule Marga Gross in Bad Honnef,
damals Lohfelder Straße 66, in dem Zeitraum
des Frühjahres 1962 sagen kann, dies per Mail oder auch
anonym postalisch zu tun.
Ingolf Behrens
Lutterothstraße 5
20255 Hamburg
oder:
Ingolf@textentertainment.de
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Nadine Jansen
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Erpresser
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